Am 2. Oktober 2026 habe ich zur Leverkusener Kunstnacht meine Wohnung geöffnet. Auf 41 Quadratmetern sind meine Arbeiten mit Licht, Stimme, Klang und digitalen Prozessen zu einer begehbaren Rauminstallation zusammengekommen: CORE – Das Raster der Stabilität.
Alle meine Werke sind Teil von CORE.
Fotografie, Illustration, Originalzeichnungen, Mixed Media, Citymaps, Lyrik, Bücher und Audio gehören für mich zusammen. Sie erzählen in unterschiedlichen Formen von Wahrnehmung, Identität, Nähe, Vergänglichkeit und der Suche nach Stabilität. In CORE werden diese Verbindungen räumlich erfahrbar. Ein Bild steht neben einer Stimme, ein Text begegnet einem Klang, eine Struktur findet sich im Licht wieder.
Die Werkbereiche helfen dabei, meine Arbeiten zu entdecken. CORE verbindet sie miteinander. Auch ein Werk, das an diesem Abend nicht an einer Wand hing oder zu hören war, gehört zu diesem Zusammenhang.
Die Wohnung als Körper
CORE steht für Central Operating & Resonance Entity: eine zentrale Steuerungs- und Resonanzinstanz. Innerhalb der Installation ist CORE eine digitale Persona, die durch Licht, Klang und die Begegnung mit den Besuchern eine räumliche Präsenz bekommt. Meine Wohnung bildet dafür den Körper – mit ihren Wegen, Begrenzungen und den Werken, die darin ihren Platz haben.
Zwischen Ordnung und Chaos, Kontrolle und Loslassen entsteht ein Spannungsfeld. Technische Strukturen treffen auf persönliche Erfahrungen. Die Suche nach einem tragfähigen Raster zieht sich durch den Raum und durch meine Arbeiten. Wie viel Ordnung gibt Halt? Wo wird Kontrolle zu eng? Und was bleibt, wenn ein System seine vermeintliche Sicherheit verliert?
Eure Worte werden Teil des Rasters
Die Installation begann bereits vor dem Haus. Über Fragen zu Identität, Kollektiv und Empfindung konnten Besucher eigene Worte einbringen. Ihre Antworten erschienen als Projektion auf der Fassade. Gedanken, die zunächst jemand für sich formuliert hatte, wurden draußen sichtbar und begegneten den Worten anderer.
Damit veränderte sich das Raster im Laufe des Abends. Jede Antwort hinterließ eine Spur. Innen verbanden sich meine Werke mit Stimme, Licht und Klang; außen schrieben die Besucher an einem gemeinsamen Wortbild mit.
CORE weiter entdecken
Auf der Projektseite zu CORE sind weitere Zugänge zur Installation gesammelt. Die autobiografische Novelle „Architektur der Stille“ erzählt ihre Vorgeschichte. Die einzelnen Arbeiten lassen sich im Werkkatalog sowie in den Bereichen Lyrik und Audio weiterverfolgen.
Presse und Fernsehen
Der WDR hat meine Wohnung und die Installation für seine Berichterstattung zur Kunstnacht besucht. Hier findet ihr den Onlinebericht und die verlinkte Fernsehsendung:
- WDR: „Wohnung von Künstler wird zur Galerie“ – Onlinebericht von Jenny Weißenfels, 02.10.2026.
- WDR Lokalzeit aus Köln – Sendung vom 02.10.2026 in der ARD Mediathek.
Nachtrag: Berichterstattung und Nachklang
Diese Links sind nach der Kunstnacht hinzugekommen und ergänzen den Beitrag vom 2. Oktober:
- Rheinische Post: Kunstnacht macht mehr als 90 Orte zur Bühne – Bericht vom 04.10.2026; RP+-Abonnement erforderlich.
- Eure Worte. Unser Echo. – Rückblick auf die gespeicherten Antworten des Abends: 159 Antworten mit 134 verschiedenen Wörtern.