Aufstieg in die Unendlichkeit. Ein Spiegel unserer Gesellschaft zeigt uns jedoch die Kontroverse in der modernen Architektur. Sie streckt ihre kalten Finger immer höher und höher in den Himmel, und viele Hände ringen um das Übertrumpfen. In ihren Fingerkuppen findet meist nur der Gutbetuchte seinen Platz, während Konzerne die stählernen Finger mit klobig prunkvollen Ringen schmücken. Die Architektur selbst wird so zur kalten, unnahbaren Ikone.
Dieser aggressive Aufstieg ist der moderne Ersatz für den Halt, den wir verloren haben. Ein ständiges Streben nach ‚mehr wollen, nie genug bekommen’, welches uns den Boden unter den Füßen raubt. Architekten ohne Fundament, auf der ewigen Jagd nach dem vermeintlichen Gipfel, der vergessen hat, warum er überhaupt klettert …